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Blatt R-03 · Rechtliches

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: 27. August 2026

Allgemeine Geschäftsbedingungen für die Nutzung von CraftiFex Cloud (my.craftifex.app) der KALABS GbR, Staakener Weg 20, 14624 Dallgow-Döberitz („Anbieter“).

§ 1Geltungsbereich, Unternehmereigenschaft

(1) Diese AGB gelten für alle Verträge über die Nutzung der Software-as-a-Service- Anwendung „CraftiFex Cloud“ zwischen dem Anbieter und seinen Kunden.

(2) Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB sowie an juristische Personen des öffentlichen Rechts. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern (§ 13 BGB) ist ausgeschlossen. Mit der Registrierung versichert der Kunde, dass er in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt.

(3) Abweichende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.

§ 2Vertragsgegenstand

(1) CraftiFex Cloud ist eine webbasierte Anwendung für Handwerksbetriebe zur Verwaltung von Stammdaten, Baustellen, Arbeits- und Wartungsberichten, Terminen sowie zur Erstellung kaufmännischer Dokumente (u. a. Angebote, Rechnungen, E-Rechnungen, Mahnungen, Ausgabenerfassung).

(2) Der Anbieter stellt die Anwendung in der jeweils aktuellen Version über das Internet bereit. Der Funktionsumfang ergibt sich aus der Leistungsbeschreibung auf der Website zum Zeitpunkt der Bestellung. Der Anbieter entwickelt die Anwendung laufend weiter und darf Funktionen erweitern oder ändern, sofern der vertragswesentliche Funktionsumfang erhalten bleibt.

(3) Die Anwendung unterstützt den Kunden bei kaufmännischen und steuerlich relevanten Abläufen, ersetzt jedoch keine Rechts- oder Steuerberatung. Die Verantwortung für die inhaltliche Richtigkeit erstellter Dokumente (z. B. Rechnungen, Mahnungen) und für die Einhaltung der ihn treffenden gesetzlichen Pflichten — insbesondere steuerlicher Aufbewahrungs- und Aufzeichnungspflichten (u. a. GoBD, § 147 AO, § 257 HGB) — verbleibt beim Kunden.

(4) Der Kunde erhält für die Dauer des Vertrags das einfache, nicht ausschließliche, nicht übertragbare und nicht unterlizenzierbare Recht, die Anwendung für eigene betriebliche Zwecke im vertraglich vereinbarten Umfang zu nutzen. Eine Überlassung an Dritte außerhalb des eigenen Betriebs ist nicht gestattet.

§ 3Registrierung, Testphase, Vertragsschluss

(1) Die Nutzung setzt eine Registrierung voraus. Der Kunde ist verpflichtet, wahrheitsgemäße Angaben zu machen und diese aktuell zu halten.

(2) Nach der Registrierung kann der Kunde die Anwendung im Rahmen einer kostenlosen Testphase von 7 Tagen nutzen. Die Testphase endet automatisch; sie geht nicht automatisch in ein kostenpflichtiges Abonnement über. Nach Ablauf wird das Konto in einen Nur-Lese-Zustand versetzt, in dem Daten eingesehen und exportiert, aber nicht mehr bearbeitet werden können.

(3) Ein kostenpflichtiger Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde ein Abonnement über den Bestellprozess (Zahlungsabwicklung über Stripe) abschließt und der Anbieter die Buchung bestätigt bzw. den Zugang freischaltet.

§ 4Preise und Zahlung

(1) Es gelten die zum Zeitpunkt der Bestellung auf der Website ausgewiesenen Preise. Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer.

(2) Das Entgelt ist je nach gewähltem Abrechnungszeitraum (monatlich oder jährlich) im Voraus fällig. Die Zahlung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe mit den dort angebotenen Zahlungsmethoden.

(3) Preisänderungen kündigt der Anbieter mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden in Textform an. Sie gelten erst ab dem nächsten Verlängerungstermin. Bei einer Preiserhöhung kann der Kunde den Vertrag zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Erhöhung kündigen.

§ 5Laufzeit und Kündigung

(1) Der Vertrag läuft je nach gewähltem Tarif einen Monat oder ein Jahr und verlängert sich jeweils um denselben Zeitraum, wenn er nicht zuvor gekündigt wird.

(2) Der Kunde kann jederzeit zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode kündigen — direkt in der Anwendung über die Abo-Verwaltung (Stripe Customer Portal) oder in Textform an den Anbieter. Eine Kündigungsfrist von mehr als zwei Monaten besteht in keinem Fall.

(3) Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

(4) Zu den Folgen der Vertragsbeendigung für die Daten des Kunden siehe § 9.

§ 6Zahlungsverzug

Schlägt eine fällige Zahlung fehl, informiert der Anbieter (bzw. Stripe) den Kunden und wiederholt den Einzug. Bleibt die Zahlung trotz Nachfrist aus, darf der Anbieter das Konto in den Nur-Lese-Zustand versetzen; Einsicht und Datenexport bleiben möglich. Weitergehende gesetzliche Rechte wegen Zahlungsverzugs bleiben unberührt.

§ 7Pflichten des Kunden

  • Zugangsdaten geheim zu halten und vor dem Zugriff Dritter zu schützen; bei Verdacht auf Missbrauch den Anbieter unverzüglich zu informieren
  • die Anwendung nur im Rahmen der geltenden Gesetze zu nutzen und keine rechtswidrigen Inhalte einzustellen
  • für die von ihm und seinen Nutzern eingegebenen Daten verantwortlich zu bleiben — einschließlich der datenschutzrechtlichen Zulässigkeit der Verarbeitung personenbezogener Daten seiner eigenen Kunden, Mitarbeiter und Geschäftspartner
  • regelmäßig eigene Datenexporte anzufertigen, soweit er Daten über die gesetzlichen Aufbewahrungsfristen hinaus benötigt (§ 2 Abs. 3, § 9)

Bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen darf der Anbieter den Zugang nach vorheriger Ankündigung vorübergehend sperren.

Der Kunde stellt den Anbieter von allen Ansprüchen Dritter frei, die auf einer rechtswidrigen Nutzung der Anwendung durch den Kunden oder seine Nutzer oder auf von ihm eingestellten rechtsverletzenden Inhalten beruhen, einschließlich der angemessenen Kosten der Rechtsverteidigung. Dies gilt nicht, soweit der Kunde die Rechtsverletzung nicht zu vertreten hat. Der Anbieter informiert den Kunden unverzüglich über geltend gemachte Ansprüche und überlässt ihm, soweit möglich, die Verteidigung.

§ 8Verfügbarkeit und Wartung

(1) Der Anbieter erbringt die Leistung mit der Sorgfalt eines ordentlichen Unternehmers nach dem jeweiligen Stand der Technik und strebt eine hohe Verfügbarkeit an. Ein Anspruch auf ununterbrochene Verfügbarkeit besteht nicht.

(2) Geplante Wartungsarbeiten, die zu spürbaren Einschränkungen führen, kündigt der Anbieter nach Möglichkeit vorab an und führt sie außerhalb üblicher Geschäftszeiten durch. Von der Verfügbarkeit ausgenommen sind Ausfälle, die der Anbieter nicht zu vertreten hat (z. B. höhere Gewalt, Störungen bei Vorleistungen Dritter, Angriffe auf die Infrastruktur trotz angemessener Schutzmaßnahmen).

§ 9Daten des Kunden, Export, Vertragsende

(1) Die vom Kunden eingegebenen Daten bleiben dessen Daten. Der Anbieter erhält daran keine Rechte über das für die Vertragserfüllung erforderliche Maß hinaus.

(2) Der Kunde kann seine Daten jederzeit während der Vertragslaufzeit in strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Formaten exportieren; erstellte Dokumente (z. B. Rechnungen) stehen zusätzlich als PDF bzw. E-Rechnung zur Verfügung.

(3) Nach Vertragsende hält der Anbieter die Daten 90 Tage in einem Nur-Lese-Zustand zum Export bereit. Nach Ablauf dieser Frist werden die Daten unwiederbringlich gelöscht, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten des Anbieters entgegenstehen. Die Einhaltung der eigenen Aufbewahrungspflichten des Kunden (u. a. 8 bzw. 10 Jahre für Buchungsbelege und Rechnungen) obliegt dem Kunden; der rechtzeitige Export vor Löschung ist seine Sache.

(4) Wechsel- und Datenzugangsrechte des Kunden nach der Verordnung (EU) 2023/2854 („Data Act“) bleiben unberührt.

§ 10Auftragsverarbeitung

Soweit der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet (Daten der Kunden, Mitarbeiter und Geschäftspartner des Kunden), gilt der Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO (AVV) als Bestandteil dieses Vertrags. Der AVV enthält auch die Liste der eingesetzten Unterauftragsverarbeiter und die technisch-organisatorischen Maßnahmen. Eine unterzeichnete Fassung stellt der Anbieter auf Anfrage an contact@craftifex.app bereit.

§ 11Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer übernommenen Garantie.

(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf), begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. In diesen Fällen ist die Haftung je Vertragsjahr insgesamt auf die Vergütung begrenzt, die der Kunde in den zwölf Monaten vor dem schädigenden Ereignis an den Anbieter gezahlt hat.

(3) Die verschuldensunabhängige Haftung für anfängliche Mängel nach § 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB ist ausgeschlossen.

(4) Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter im Rahmen der Absätze 1 und 2 nur in der Höhe des Aufwands, der bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Datensicherung bzw. Nutzung der Exportfunktion durch den Kunden für die Wiederherstellung erforderlich gewesen wäre.

§ 12Änderungen dieser AGB

Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit dies aufgrund geänderter Rechtslage, Rechtsprechung oder Weiterentwicklung der Anwendung erforderlich ist und den Kunden nicht unangemessen benachteiligt. Änderungen werden mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden in Textform angekündigt. Widerspricht der Kunde nicht bis zum Wirksamwerden oder nutzt er die Anwendung danach weiter, gelten die geänderten AGB als angenommen; auf diese Folge weist der Anbieter in der Ankündigung gesondert hin. Im Fall des Widerspruchs kann jede Partei den Vertrag zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderung kündigen.

§ 13Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand der Sitz des Anbieters.

(3) Änderungen und Ergänzungen einzelvertraglicher Abreden bedürfen der Textform.

(4) Der Kunde kann nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen oder wegen solcher Forderungen ein Zurückbehaltungsrecht ausüben.

(5) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.

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